Das Wort des Präsidenten

Geschätzte Kameradinnen und Kameraden

Verehrte Sponsoren und Freunde der Offiziersgesellschaft Biel- Seeland

Wenn ich diese Zeilen schreibe, habe ich zusammen mit meinen Vorstandkollegen und insbesondere meinem designierten Nachfolger die 140. Generalversammlung vorbereitet. Es ist mir eine grosse Ehre, anlässlich dieses Jubiläums die Versammlung leiten und das Zepter an Major im Generalstab Patrick Hofstetter übergeben zu dürfen.

Die vergangenen vier Jahre Präsidentschaft sowie rund 15 Jahre im Vorstand werden mir in bester Erinnerung bleiben. Ich durfte tolle Kameradschaft sowie unvergessliche Momente erleben und die OG hat mir in schwierigen Situationen den nötigen Rückhalt gegeben. Im Militärdienst und in der militärischen Kaderausbildung wird dies als zentraler «USP» (Neu- deutsch: Unique Selling Points) vermarktet. Im Ehrenamt erlebt man genau dasselbe. Was den Milizkadern als Mehrwert versprochen wird, sind unter anderem Erlebnisse und Kameradschaft, Zusammenhalt und sich gegenseitig fördern und unterstützen.

An dieser Stelle bedanke ich mich für das Vertrauen, die Unterstützung und die Kameradschaft, aber auch für die kritischen Rückmeldungen der vergangenen vier Jahre. Wenn nicht in der Armee, wo dann braucht es eine ehrliche und offene Kritik- und Fehlerkultur, welche es ermöglicht, sich gemeinsam weiterzuentwickeln und erfolgreich zu sein?

Diese Kritik- und Fehlerkultur würde der Politik sowie der Armeeführung zuweilen gut anstehen. Null-Fehler-Toleranz und gespielte Perfektion – um gegen innen wie aussen keine Schwäche zu zeigen – sind meiner Meinung nach eher kontraproduktiv und schaden unserer Sache deutlich mehr, als die offene und transparente Kommunikation von Schwächen und Lücken.

Im letzten Bulletin habe ich die anstehenden Bundesratswahlen thematisiert. Die Wahlergebnisse waren wenig überraschend, die Verteilung der Departemente und die anschliessende Kommunikation durch die Parteien vermochte jedoch Staunen auszulösen. Erstmals in der Schweizer Geschichte gibt es eine Frau als Verteidigungsministerin und die CVP – in der Vergangenheit in Sicherheitspolitischen Themen oft etwas wankelmütig – konnte erstmals seit Arnold Koller in den späten 80er Jahren in die Fragen betreffend unsere Landesverteidigung eingebunden werden. Dies ist eine grosse Chance, da durch die Aufweichung festgefahrener Fronten und eine breitere Abstützung in bürgerlichen Kreisen die Interessen des VBS in Regierung und Parlament besser vertreten werden könnten.

Dies ist umso wichtiger, da Frau BR Viola Amherd die WEA sowie das Jahrhundertprojekt Air2030 erfolgreich weiterverfolgen muss. Gleichzeitig muss sie sich mit den Bereichen Bevölkerungsschutz und Verteidigung für künftige Herausforderungen wie zum Beispiel Grossereignisse, Katastrophen, Cyberattacken, (Wirtschafts-)Spionage und Terrorismus «fit» machen. Nicht zu vergessen sei dabei das Bundesamt für Sport, welches den Verbänden die nötigen günstigen Voraussetzungen schafft, um auch künftig erfolgreich an internationalen Wettbewerben mitmachen und Talente fördern zu können.

Abschliessend rufe ich Sie auf, zahlreich an der Generalversammlung vom 2. März 2019 in Leubringen/Evilard zu erscheinen und dem neuen Präsidenten sowie dem Vorstand Ihr Vertrauen auszusprechen.

Es bleibt mir, Ihnen zum angefangenen Jahr 2019 alles Gute zu wünschen, Gesundheit, sportlichen Elan, «Gut Schuss» und auch erholsame Ruhepausen, alles immer im Gleichgewicht.

 

Kameradschaftliche Grüsse 

Major Patrick NYFELER 

Präsident OG Biel-Seeland