Das Wort des Präsidenten

Geschätzte Kameradinnen und Mitglieder, Verehrte Sponsoren,

 

Während ich diese Zeilen schreibe, geniesse ich einen goldenen Herbsttag. Er vermag jedoch nicht darüber hinwegzutäuschen, dass sich das Jahr mit grossen Schritten dem Ende zuneigt.

Es war ein intensives und erlebnisreiches Jahr. Ich blicke jedoch für einmal nicht zurück, sondern fokussiere mich voll und ganz auf die Zukunft:

1. Die Zukunft unserer Armee;

2. Die Rüstungsindustrie in der Schweiz (aber auch generelle Gedanken);

3. Die Zukunft der OG Biel-Seeland.

Für die Zukunft unserer Armee wurden mit der WEA günstige Voraussetzungen geschaffen. Den Erfolg der Anstrengungen werden wir erst in einigen Jahren überprüfen können. Ich hoffe, dass die Armeeführung sowie die Politik die nötige Geduld haben um nicht vor der, hoffentlich erfolgreichen, Umsetzung zu Aktionismus zu neigen. Während die WEA unsere Landesverteidigung nicht in Frage stellt, wird der Kampf um das anstehende Grossprojekt «Air2030» von existenzieller Bedeutung für unsere bewaffnete Neutralität sein. Grundsätzlich geht nach meinem Verständnis in der allgegenwärtigen Diskussion vergessen, dass es sich bei der Verteidigung des Luftraumes inklusive Wahrung der Lufthoheit gemäss Bundesrat um eine in der Bundesverfassung (Art 58 Abs 2) festgeschriebene Aufgabe handelt. (Vgl. Beantwortung des Postulates 18.3026 von FDP-Nationalrat Portmann). Eine vernünftige Diskussion wäre hier eigentlich erfolgt. Dass Politik und Vernunft nicht unbedingt miteinander einhergehen, zeigt die jüngste Vergangenheit eindrücklich. Seien dies Fragen über Art und Mittel, wie ein Luftraum zu verteidigen ist oder die peinlichen, politischen Geplänkel über Art und Weise, wie über die Erneuerung der Mittel abzustimmen sei. Ist beim Projekt Bahn 2000 über Anzahl und Art des Rollmaterials oder andere «Grundsatzfragen» abgestimmt worden? Schade ist hier insbesondere, dass die bürgerlichen Parteien einmal mehr die Sicherheit unseres Landes aufs Spiel setzen, um sich mit vermeintlichem Fachwissen zu exponieren C die Linke freut‘s!

 

Als Zweites sind die Rüstungsindustrie in der Schweiz sowie die Praxis des Seco hinsichtlich Ausfuhrgenehmigungen in den letzten Wochen unter Beschuss geraten. Ich will hier auf keinen Fall die Situation verharmlosen! Es kann und darf nicht sein, dass in der Schweiz hergestellte Waffen in die Hände von Terroristen geraten.

Aber seien wir ehrlich, ist das Problem durch ein Exportverbot gelöst?

Sämtliche Repressionsversuche in der Geschichte der Menschheit haben gezeigt, dass es immer Mittel und Wege gibt, diese zu umgehen. Wichtig ist, dass wir dem Problem offen und lösungsorientiert gegenübertreten. Ich bin überzeugt, dass man durch angemessene Genehmigungs- und Kontrollmechanismen solche Probleme in den Griff bekommen kann.

Darüber hinaus darf man auch nicht vergessen, dass die Armee in jedem mehr oder weniger nach unseren Werten geführten Land die Bevölkerung verteidigt sowie unterdrückte Minderheiten schützt und unsere Produkte und Technologien auch hierfür eingesetzt werden.

Welches Interesse wiegt höher?

Ich bin überzeugt, dass eine ernstzunehmende Rüstungsindustrie für die bewaffnete Neutralität wie auch für den High-Tech-Wirtschaftsstandort Schweiz ein wichtiger Pfeiler ist.

Als Drittes geht es um die Zukunft der Offiziersgesellschaft Biel- Seeland. Nach gut 3.5 Jahren Amtszeit habe ich mein Haltbarkeitsdatum bald erreicht und mache den Platz frei für

meinen Nachfolger. Damit Major i Gst Patrick Hofstetter diese Mission erfolgreich erfüllen kann, ist er jedoch Unterstützung angewiesen.

Unterstützung in Form von Manpower, bei der und Organisation von Anlässen, aber auch bei der Suche nach Partnern und Sponsoren sowie Mitarbeit in Form von aktiver Teilnahme an den Anlässen und einer offenen Kommunikation.

Beispielsweise was gut angekommen ist und welche Angebote und Leistungen man von der OG erwartet. Machen Sie (aktiv) mit und unterstützen Sie Patrick Hofstetter, damit er die OG in eine erfolgreiche Zukunft führen kann.

Zum Abschluss möchte ich Sie auf die beiden verbleibenden Anlässe des Jahres aufmerksam machen. Wir gleich zwei Highlights:

Am 1. November findet der Herbstvortrag zur sagenumworbenen Widerstandsorganisation P-26 statt.

Bereits am 3. November folgt der Paukenschlag mit Gala Abend zum 140. Geburtstag der OG Biel-Seeland in der Sonne Scheunenberg, DEM Restaurant im Seeland.

 

Ich freue mich sehr, Sie zahlreich an unseren Anlässen zu begrüssen.

 

EXEMPLO DUCEMUS!

 

 

Kameradschaftliche Grüsse

 

Major Patrick NYFELER

Präsident OG Biel-Seeland